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 Donnerstag, 11. März 2010
Einmal mehr: Familiensache, ist doch klar ! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Stefanie Polej   
Sonntag, 4. Oktober 2009

Die Außensaison ist beendet, der Platz abgeräumt, aber trotz strahlenden Sonnenscheins geht es nun in die Halle: Zeit für die Vereinsmeisterschaften der Saison 2009/2010 mit vielen neuen neben den altbekannten Gesichtern. Im ersten echten Familienduell der Bogensportabteilung behielt in diesem Wettkampf Familie Straub bei den Erwachsenen die Nase vorn, in den Jugendklassen hatten Heislers durch zwei Starterinnen einen Wettbewerbsvorteil. Am Ende gab es für Straubs in schöner Serie einen ersten, zweiten und dritten Platz, Heislers holten mit ihren Töchtern zwei Titel.

 

Bei den vielen Familienaufläufen fiel der gute Saisonstart „einfach so“ von Christian Wild fast kaum auf. Vielleicht liegt das daran, daß der „Hallenkönig des SBSV“ in den letzten Jahren eigentlich immer erfolgreich war, wer weiß das schon so genau. Auch in Abwesenheit von Heiko Plagwitz, der zur Verlängerung der Trainerlizenz in München weilte und sein Ergebnis vorgelegt hatte, ließ Christian nichts anbrennen und ging motiviert zur Sache. Um das ganze etwas spannender zu machen, gab es keine Vorinformationen über den Stand der Dinge, nur die üblichen Zwischenresultate. Schließlich sollte sich der Titelverteidiger ja auch entsprechend Mühe geben Laughing Nach einem guten ersten Durchgang mit 287 Ringen war er der Konkurrenz bereits enteilt und ließ trotz einiger Schwachpunkte in der zweiten Hälfte weitere 283 Ringe folgen: Tagessieg mit 570 Ringen im Fernduell mit Heiko, der bei seinem ersten Hallenauftritt in der vergangenen Woche in kleinster Runde 277 und 271 Zähler geholt hatte. Für 548 Ringe gab es Platz zwei.

 

Über eine neue persönliche Bestleistung konnte sich Stefan Windmüller freuen. Drohungen von der Pausenbank („Jetzt gib’ 'mal endlich ein bißchen Gas !“), er möge gefälligst den dritten Startplatz in der Mannschaft holen, nahm er am Ende dann doch Ernst, auch wenn in diesem Zusammenhang außer des Dogsittings im Fall der Fälle keine Konsequenzen vorgebracht worden waren. Mit 484 Ringen (233, 251) zeigt die Formkurve schon zu Saisonbeginn nach oben, natürlich will er diese Leistung festigen und entsprechend ausbauen. Am Ende verwies er Sigmar Papendick auf Rang vier, der schon Befürchtungen geäußert hatte, er müsse vielleicht mit viel zu wenig Training irgendwie die Herrenmannschaft auffüllen. Mit neuem Stabilisationssystem gelangen ihm gleich ein guter Einstand („Weniger (Gewicht) ist eben doch manchmal mehr“) und 466 Zähler (226, 240). Damit darf er dann doch während den Kreismeisterschaften Hiro versorgen und sich einen Männertag machen: Platz drei im SVL-Team der Schützenklasse ging an Stefan Windmüller.

 

Stefan Leitermann erreichte in der Herrenkonkurrenz Rang fünf. Mit 344 Ringen (185, 159) verwies er Neuling Maximilian Maas auf Platz sechs, der mit 299 Ringen (151, 148) knapp an der dreihunderter Marke vorbeischrammte, sich aber nicht zu viel über verschenkte Ringe ärgern will: die Kreismeisterschaften rücken irgendwann auch näher, da gibt es dann eine neue Gelegenheit, das Ergebnis zu verbessern.

 

Bei den Damen konnte Susanne Papendick einen ungefährdeten Sieg einfahren. Eine starke erste Halbzeit von 273 Ringen zum bloßen Einstimmen auf die Hallensaison sorgte für wirkliche Zufriedenheit. Wenn dann der zweite Durchgang etwas besser verlaufen wäre, gäbe es wohl gar keinen Grund zum Lamentieren mehr. Die 254 Ringe geben nun genügend Möglichkeiten zur Analyse und entsprechenden Verbesserung in den nächsten Wochen. Trotzdem befand sie: „527 Ringe zum Einstieg, gar nicht soooo schlecht.“ Zweite wurde mit 457 Ringen (235, 222) Dauerkonkurrentin Stefanie Polej, die nicht so recht wußte, wie sie das Ergebnis einordnen sollte: „Die fast sechs Wochen Zwangspause nach Suhl, die merkt man einfach an allem. Insofern ist das Ergebnis eigentlich recht gut.“ Trainingsaufbau und Formkurve werden dann in Kürze hoffentlich stimmen, die Liga-Saison steht schließlich vor der Tür. Vielleicht klappt es dann ja auch einmal mit einer Saisonbestleistung zum Höhepunkt im Spätwinter, dann hätte alles ja auch sein gutes gehabt Innocent

 

Überraschungsdritte wurde Christine Straub, die bei Halbzeit noch deutlich hinter der am Ende viertplazierten Kirsten Keller gelegen hatte. Letztere mußte zunächst mit kleineren Materialproblemen kämpfen, dadurch gingen dann viele wichtige Ringe verloren. Am Ende schaffte Christine mit 382 Ringen (180, 202) den Sprung auf das Treppchen, Kirsten wurde mit 367 Zählern (216, 151) vierte. Strahlend als ob sie den Sieg geholt hätte, sah man am Ende die fünfte im Wettkampf der Damen, Silke Müller. Nach einer halben Ewigkeit von Pause schaffte sie im zweiten Durchgang sogar eine persönliche Bestleistung mit 205 Ringen. Mit den 146 Zählern aus der ersten Hälfte blieben am Ende 351 Ringe. Beate Heisler holte bei ihrem Einstand in der Halle am Ende 191 Ringe (93, 98) und will sich auch bei den Kreismeisterschaften in Sachen Einsatz und Disziplin durchbeißen. Bei den Vereinsmeisterschaften sprang für sie Rang sechs heraus.

 

Besser hatten es da die beiden Töchter Zoe und Annkathrin, die in diesem Sommer zur bis dato „herrendominierten“ SVL-Jugend gestoßen sind. Für die kleinste der Familie Heisler, Zoe, gab es bei den Schülerinnen A den ersten Platz für 223 (116, 107) Ringe. Gleich am Dreierspot beginnen mußte die große Schwester, Annkathrin. Damit war es natürlich erwartet schwer. Zum Schluß blieben 143 Ringe (94, 49) auf der „giftigen Auflage“ und der Sieg in der Klasse der B Juniorinnen.

 

Bei den Junioren hatte Mario Straub am Ende die Nase vorn. Nach 202 Ringen im ersten Durchgang folgten 183 Zähler. 385 Ringe reichten, um Valentin Kolandt nach seinem Wechsel zu den Junioren auf Rang zwei zu verweisen. Letzterer schaffte 277 Zähler (147, 130)  und hofft ebenso wie Mario auf die rechtzeitige Rückkehr von Manuel Kreß und Nico Schönwald, die sich just in der Woche vor den Vereinsmeisterschaften beide durch Aktionen der Marke „Ungeschick läßt grüßen“ aus dem Wettbewerb katapultiert hatten und nun ihre Verletzungen auskurieren müssen. Dennoch ließen es sich beide nicht nehmen, kurz vorbeizuschauen und die anderen anzufeuern: „Ist doch Ehrensache.“ Und die Kreismeisterschaften wollen beide natürlich auch in Angriff nehmen, denn gemeinsam ist es schließlich viel lustiger, so viel ist klar. Damit wird in diesem Jahr erstmalig seit langem wieder ein Junioren-Team bei Meisterschaften für den SVL an den Start gehen. Wann war das noch zum letzten Mal der Fall ... ?

 

Eine klare Sache war am Ende der Titel in der Jugendklasse für Niels Huber. Zwar blieb er knapp unter der 500er Marke, aber 493 (248, 245) Ringe ist ja kein so schlechter Saisoneinstieg. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht, da ja wohl nun der erste richtig große Wachstumsschub „überstanden“ ist. Zweiter wurde Rückkehrer Patrick Strobel, der seine Auszeit in der Sommersaison dank gebrochener Knochen genommen hatte. Fast aus dem Stand heraus kam er auf 363 Zähler (191, 172) und freut sich nun wieder auf Training und Wettkämpfe. Dritter in der Konkurrenz wurde Lukas Peter mit 100 Ringen (51, 49).

 

Mit sechs Startern war auch die Altersklasse enorm stark besetzt. Auch hier suchten die Neulinge gleich in der ersten Saison ihr Glück. Mit dem Kampf um das Treppchen hatten sie am Ende aber nichts zu tun. Hier hielt sich Jürgen Häge die Konkurrenz deutlich vom Leibe. Für 523 Ringe (260, 263) gab es am Ende Platz eins, Hauptkonkurrent Josef Straub hatte mit 494 Zählern (245, 249) das Nachsehen. Immerhin sicherte er sich und seinem Anhang Rang zwei für die Familienwertung. Dritter wurde am Ende Hermann Pretzel, der die Mannschaft in der Altersklasse komplettieren wird. 209 und 223 Zähler summierten sich zu 432 Ringen, womit er dann am Ende auch ganz zufrieden war. Auf Platz vier kam der beste Anfänger der Außensaison 2009, Matthias Heisler, mit 341 (150, 191) Ringen. Auch die fünft- und sechstplazierten Frank Pfeiffer und Heiner Hahn gingen in ihrem ersten Wettkampf an die Schießlinie, um sich mit der „Problematik Dreierspot“ auseinanderzusetzen. Frank schaffte dabei zwei gleichmäßige Durchgänge von 133 und 130 Ringen und wurde mit einem Endergebnis von 263 Zählern fünfter vor Heiner, der sich über 243 Ringe (109, 134) und jede Menge neue Erfahrungen freuen konnte.

 

In der Damenaltersklasse kämpfte Starterin und Auch-Neuling Elvira Pfeiffer vor allem mit einer Erkältung, die sie sich eingefangen hatte. Trotzdem war die Teilnahme am Wettkampf so etwas wie Ehrensache. Da sie zuvor erst zwei Mal auf die neue Auflage geschossen hatte, sollte das ganze eher eine zusätzliche Trainingseinheit mit der Spot-Auflage werden. Am Ende blieben für sie 70 Zähler stehen.

 

Auch in der Seniorenklasse gab es mit vier Startern ein ordentliches Teilnehmerfeld. Am Ende mußte Horst Maas eingestehen: besser ist es doch, noch einmal nachzurechnen. Für ihn gab es in seinem ersten Wettkampf nach der Kontrolle 418 Ringe abzuholen, damit den Titel in dieser Klasse. Zweiter wurde Adolf Lange mit 379 Ringen (199, 180) vor Hannes Pfund (319; 165, 154) und noch einem neuen bzw. noch einem Frank, nämlich Frank Heidrich (277; 125, 152).

 

Bleibt noch festzustellen, daß die Starterzahl im nächsten Jahr nicht beliebig weiter wachsen sollte – waren in diesem Jahr doch schon 31 Teilnehmer an der Linie und beide Durchgänge voll besetzt. Möglicherweise muß dann gar ein dritter Durchgang her, wenn auch alle Kurz- und Langzeitverletzten und Pausierer wieder dabei sein wollen, man wird sehen.

 

Bleibt am Ende des Tages eigentlich nur noch eine Frage übrig (die von oben), wann war das noch mit der letzten Junioren-Mannschaft im SVL ... ? Wer’s weiß (oder herausfindet, denn wer sucht, der wird finden ...), kann sich ja melden, auch wenn es wohl gar keinen so recht interessiert. Und noch etwas für die Rubrik „eigentlich total uninteressant“ gäbe es ja auch noch, aber das spare ich mir dann vielleicht für das nächste Mal auf Smile

 

Hier gibts die pdf Ergebnisliste 8.96 Kb

 

 
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